Kirchenmusik in unserer Seelsorgeeinheit

Musikalisch werden die Gottesdienste in unserer Seelsorgeeinheit in der Regel von unseren Organistinnen und Organisten begleitet.

Wir stellen Ihnen in der nächsten Zeit die Kirchenmusikerinnen und -musiker vor, die die Gottesdienste mitgestalten.......

 

Vorstellung unseres Kirchenchors

Seit bald 80 Jahren singen Gemeindemitglieder in unserem Kirchenchor. Pfarrer Dressler gründete im Jahre 1946 unter Beteiligung des Ehepaars Knoll den Kirchenchor mit ca. 20 Sängerinnen und Sängern. Der Chor ist damit älter als unsere Gemeinde, diese wurde nämlich erst 1951 gegründet. Bis dahin wurden die katholischen Gläubigen aus Murrhardt von Seelsorgern aus Oppenweiler betreut. Der Chor besteht derzeit aus etwa 25 aktiven Sängerinnen und Sängern und wird maßgeblich geprägt von unserer Chorleiterin Monika Koblinger. Wir gestalten nicht nur Gottesdienste in unserer Kirche, sondern beteiligen uns auch regelmäßig an ökumenischen Veranstaltungen, bei Benefizkonzerten oder Dekanatschortreffen. Auch gesellige Anlässe kommen nicht zu kurz. Cäcilienfest, Sommergrillfest oder Chorausflug fördern das Miteinander und die gute Stimmung. Wir singen sowohl traditionelle Chorliteratur als auch moderne Lieder zu verschiedenen Anlässen. Neue Formen von Gottesdiensten wie z.B. eine Ölbergandacht mit szenischen Elementen oder der „Evensong“ bereichern unsere Aktivitäten. „Singen macht Spaß“ ist der Titel eines Kanons, den wir schon öfter gesungen haben. Probieren Sie es aus! Sie haben die Gelegenheit, unverbindlich jeweils dienstags um 20 Uhr bei unseren Proben vorbeizukommen und sich ein Bild zu machen. Sie können auch gerne projektgebunden für eine begrenzet Zeit am Chorleben teilnehmen.

Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Chorleiterin Monika Koblinger (Tel. 07191 68136) und unsere Vorstände: Ludwig Franke (Tel. 071928493) und Helmut Stach Tel. (07192 226040) gerne zur Verfügung.

80 Jahre Kirchenchor St. Maria

Mit Glocken und Trompeten

Kraftvolle raumerfüllende Klänge in Sankt Maria, ein ganz besonderes Hörerlebnis gab es in unserer Kirche. Am 5. Juli 2026 feierte der Kirchenchor Sankt Maria Murrhardt sein 80-jähriges Chorjubiläum. In einem Festgottesdienst erklang die Messe von Tambling für Röhrenglocken, Bläser, Orgel und Chor. Über mehrere Monate hatten sich zahlreiche Sängerinnen und Sänger auf diese Aufführung vorbereitet, eine Singgemeinschaft aus den Chören von Murrhardt, Oppenweiler und Backnang. Kyrie und Agnus Dei klangen eher noch verhalten, das Gloria dagegen wie ein wahrer Freudengesang. Im Credo war auch die Gemeinde aufgerufen, mitzusingen.

Als besonderen Gast durften wir Herrn Pfarrer Erzberger begrüßen, ehemaliger Pfarrer in Murrhardt, der die Eucharistie mitfeierte. In seiner Predigt ging Pfarrer Maurer auf die Last des Engagements der Chormitglieder ein: Leicht, weil die Motivation der Sänger stets groß ist und sich alle für den Gesang begeistern. Manchmal aber auch schwer, weil das regelmäßige Proben sowohl Zeit als auch Ausdauer erfordert.

Zum Ende des Gottesdienstes wurde an die bemerkenswerte Geschichte des Kirchenchors Sankt Maria erinnert. In seinem Grußwort erzählte Chorvorstand Helmut Stach von den Anfängen 1946, als die Heimatvertriebenen noch vor der Gründung der Kirchengemeinde einen Ort der Gemeinschaft fanden, indem sie zusammen Lieder für die Gottesdienste sangen. Er sprach auch über die schwierige Coronazeit, die mit Hilfe der engagierten Chorleiterin Monika Koblinger erfolgreich überwunden wurde. Weitere Grußworte sprachen Susanne Obert als Vertreterin des Dekanats und Gisela Jakubek von der evangelischen Kirche. 

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Gemeindezentrum bei einem Stehempfang weiter gefeiert. Viele fleißige Menschen im Hintergrund hatten das Fest vorbereitet, so dass sich alle Gäste wohlfühlen konnten.

60 Jahre Gesang zur Ehre Gottes

Gottesdienst am 3. Advent in der Kirche Sankt Maria Murrhardt: der Sonntag wird im Kirchenjahr lateinisch auch „Gaudete“ genannt, das bedeutet „Freut euch!“ Der Sonntag Gaudete ist ein Freudentag, der die Halbzeit des Advents markiert. Das Kommen Jesu rückt näher und wird durch einen festlichen Gottesdienst begangen. Deshalb war an der Gestaltung des Gottesdiensts in diesem Jahr der Kirchenchor beteiligt. Gleichzeitig wurde der Anlass genutzt, um verdiente Chormitglieder zu ehren. Seit nunmehr 60 Jahren ist Monika Franke Mitglied des Chores, das heißt, sie hat im Alter von 15 Jahren begonnen, im Chor zu singen und ist ohne Unterbrechung aktiv dabei geblieben! Im Auftrag des Bischofs wurde ihr von Pfarrer Maurer Anerkennung ausgesprochen und eine Urkunde überreicht. Weitere Ehrenurkunden erhielten Gertrud Gädke und Felizitas Stach (jeweils 40 Jahre), Heinrich Dyckmans (35 Jahre), Klemens Jakubek (25 Jahre), Rudolf Gerke (15 Jahre). Ebenfalls seit 15 Jahren ist Monika Koblinger als Chorleiterin und Organistin in der Gemeinde Sankt Maria tätig. Um die Chorarbeit weiterhin erfolgreich fortzuführen, werden dringend neue Chormitglieder gesucht. Der Chorvorstand, vertreten durch Ludwig Franke und Helmut Stach appellierte deshalb an die Gemeinde, sich aktiv am Singen zu beteiligen. Dazu sind keine Voraussetzungen oder Kenntnisse notwendig, es ist auch möglich, sich nur projektbezogen zu beteiligen. Gelegenheit dazu bietet z.B. das Chorjubiläum im Jahr 2026: 80 Jahre Kirchenchor Sankt Maria Murrhardt.

 

Ausflug des Kirchenchors Sankt Maria Murrhardt

Zwei Städte, zwei Länder und ein Fluss

25 Mitglieder und Freunde des Kirchenchors Sankt Maria Murrhardt machten sich am 26.4.2025 auf den Weg, die Region rund um die beiden Städte Bingen und Rüdesheim zu erkunden, beide gelegen am Rhein, Bingen in Rheinland-Pfalz und Rüdesheim in Hessen.

Standquartier war ein Hotel in Bingen, von da starteten wir zunächst zu einem Rundgang durch die Stadt mit einem ortskundigen Führer, der auch manch launige Anekdote zu erzählen hatte. Am neuen Kulturufer, entstanden anlässlich der Landesgartenschau, waren drei Gärten zu bewundern. Anschließend ging es in das Museum am Strom, um die Geschichte der Stadt Bingen näher zu betrachten. Von den Römern über das Mittelalter hin zum 19. Jahrhundert war Bingen immer eine bedeutende Stadt, gelegen am Zusammenfluss von Nahe und Rhein. Wer kennt nicht Hildegard von Bingen, berühmte Klosterfrau und Äbtissin, bekannt für ihr detailliertes Wissen über Naturheilkunde! Und dann die Rheinromantik, die im 19. Jahrhundert Dichter und Maler begeisterte und an den Fluss lockte. Zum Abschluss der Stadtführung gab es noch einen exklusiven Einblick in einen alten Rheinkran mit beeindruckender Technik aus früheren Zeiten.

Nach einer verdienten Pause ging es mit dem Bus zur Burg Klopp, dort erwartete uns ein großartiges Panorama mit Blick über Stadt und Flüsse, hin bis zum Mäuseturm, gelegen mitten im Rhein auf einer Insel. Danach erkundeten wir einen weiteren spektakulären Ort hoch über dem Rhein gelegen, die Rochuskapelle. Sie wurde zu Ehren des heiligen Rochus erbaut, ein Pestheiliger, der dort verehrt wird. In lebendiger Erinnerung bleibt die Geschichte des heiligen Rochus, weil jährlich eine Prozession zu dieser Wallfahrtskirche veranstaltet wird. Zu guter Letzt besuchten wir noch ein Kloster auf dem Jakobsberg mit der 14-Nothelfer-Kirche, manch einer schaut nach Souvenirs im Klosterladen oder genießt einfach nur wieder die Aussicht in die Landschaft. Zum Abschluss ging‘s zünftig zu, Besuch in einer Straußwirtschaft (= schwäbisch Besen) mit fröhlicher Stimmung und ein schwäbisches (!) Trinklied durfte auch nicht fehlen.

Der zweite Tag begann mit der Querung des Rheins mittels einer Fähre, so gelangten wir von Rheinland-Pfalz nach Hessen. Hoch über Rüdesheim thront das Kloster Eibingen, einst von der heiligen Hildegard gegründet. Die Benediktinerabtei ist bis heute von Schwestern bewohnt, das Kloster betreibt ein Weingut und ein Gästehaus. Die Kirche im neoromanischen Stil lädt ein zur Meditation und wir erlebten ein Stundengebet mit gregorianischem Gesang der Schwestern. Bei herrlichem Wetter verschmelzen Landschaft und liebevoll gepflegte Anlage zu einem beeindruckenden Gesamterlebnis. Einen Kontrast bildete das Niederwalddenkmal in unmittelbarer Nachbarschaft. Anlässlich der Gründung des Kaiserreichs errichtet, stellt es ein militaristisch geprägtes Symbol dar, ausgedrückt durch monumentale Darstellung der Germania und verschiedener Persönlichkeiten in Uniform als „Wacht am Rhein“. Mit einer Gondelbahn erreichten wir schließlich die Stadtmitte von Rüdesheim mit seiner berühmten Drosselgasse und es begleiteten uns Touristen aus aller Welt. Natürlich durfte zum Ausklang eine Weinprobe nicht fehlen, wir erfuhren allerlei interessante Fakten zum Thema Wein und probierten vor allem den Riesling. Danach blieb nur noch der kurze Weg zum Bus, gegen Abend kehrten wir alle wohlbehalten und gut gelaunt nach Murrhardt zurück.

Ein Ausflug, der sich gelohnt hat und dazu beigetragen hat, die Kommunikation unter den Chormitgliedern zu fördern. Diesmal war „Schwätzen“ ausdrücklich erlaubt im Gegensatz zur Chorprobe - außer bei den einzelnen Liedern, die in der ein oder anderen Kirche angestimmt wurden. Ein rundum gelungener Ausflug, der die Chorgemeinschaft bereichert hat!

G. Böck