Aktueller Impuls

Frohe und erholsame Feiertage zu Pfingsten, schöne Pfingstferien…

Wir könnten es auch erst mal damit belassen. Wäre dann auch schon alles gesagt?
Ängstlich, von Angst erfüllt und begleitet, so erlebten die Jünger damals die Zeit, nachdem Jesus sich von ihnen verabschiedet hatte, um zu seinem Vater zurückzukehren.

Verlassen für immer? ….mit noch wichtigen Instruktionen für das Leben ohne Jesus an ihrer Seite!
Sie fühlten sich tatsächlich verlassen, hilflos und orientierungslos, was wir in der Apostelgeschichte (Apg 2,1-13) berichtet bekommen.

Auch wir haben schon solche Momente im Leben durchlebt und „überlebt“.
Manches Mal muss man sich einfach seiner Aufgabe stellen um auf seinem persönlichen Lebensweg weiter zu kommen. Dazu passt auch das Zitat von Friedrich Nietzsche: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“
Wodurch können wir als Gläubige solche Stärkung erfahren? Im Vertrauen und Glauben an Gottes Heiligen Geist, dass wir nicht alleine gelassen sind und Jesus nach wie vor an unserer Seite haben, aber eben in anderer Form. Gott wirkt durch Menschen, er wirkt auch im Verborgenen, für uns nicht Sichtbaren.
Prüfungen, denen wir im Leben ausgesetzt sind, gehen nicht über ein für uns Menschen erträgliches Maß hinaus. „Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet.“ (1 Kor 10,13)

Das damalige Pfingstereignis passiert auch heute mitten unter uns.

- Bei mutigen Entscheidungen
- Gestärktem Selbstvertrauen
- Neu gefestigtem Zusammenhalt eines Teams, einer Gemeinschaft
- Menschen die mich ermutigen- denen ich Mut machen kann

Lassen wir uns vom „Pfingstgeist“ begeistern: Wofür bin ich Feuer und Flamme, wofür brenne ich, meine Träume und Visionen?

Komm, Heil`ger Geist, mit deiner Kraft, / die uns verbindet und Leben schafft.
1. Wie das Feuer sich verbreitet / und die Dunkelheit erhellt, / so soll uns dein Geist ergreifen, / umgestalten unsre Welt. 
2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, / dring in unser Leben ein. / Nur wenn wir uns nicht verschließen, / können wir deine Kirche sein. 
3. Schenke uns von deiner Liebe, / die vertraut und die vergibt. / Alle sprechen eine Sprache, / wenn ein Mensch den andern liebt.                                                                                                                                                                                                              (Gotteslob 813)

Regina Stocker

 

Begreift ihr, was ich an euch getan habe?

Diese Frage stellt Jesus den Jüngern, nachdem er ihnen nach dem Mahl die Füße gewaschen hat. Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Gerade eben? Vorhin bei Brot und Wein? Seit ihr mit mir unterwegs seid?

Begreifst du Mensch in der Karwoche 2021, was ich an dir getan habe? Erkennst du, wo ich für dich da war? Spürst du, dass ich an deiner Seite bin, wenn Corona mit seinen Einschränkungen und Herausforderungen an deinen Nerven zehrt, dir Angst macht, dich Kraft kostet, dir die Hoffnung raubt? Wenn du leidest, wie und woran auch immer?

Ich bin für dich da, dienend, nährend wie Brot und Wein. Deine Angst nehme ich mit hinein in mein Beten in Gethsemane. Deine Leiden trage ich mit auf dem Kreuzweg. Dein Leiden ist auch das meine. Begreifst du, was ich an dir tue?

M.F.

Masken

Masken begegnen uns schon in der Zeit der Antike als Totenmasken. Die wohl berühmteste Maske aus dieser Zeit ist die Totenmaske von Tutanchamun.

Masken dienen unterschiedlichen Aufgaben, wie dem Verwandeln in eine andere Person oder in ein anderes Wesen, zur Anbetung bei rituellen Tänzen von Schutzgottheiten, um böse Geister abzuschrecken, aber auch als Schutzmaske wie z.B. unter Wasser oder beim Fechten.

Grundsätzlich kann ich eine Maske tragen, sie absetzen oder aber auch bewusst darauf verzichten.

In der aktuellen Situation kommt da automatisch der Gedanke an die Maske zum Schutz vor Corona ins Spiel. Hier sollte ich die Maske natürlich  verantwortungsvoll meinen Mitmenschen gegenüber aber auch für mich selbst einsetzen.

Die aktuelle Zeit im Kirchenjahr, unsere Fastenzeit bietet uns dafür Gelegenheit, mich zu demaskieren, ehrlich mit mir selbst aber auch dem anderen gegenüber zu sein. Dazu gehört auch, dass ich mir eingestehe, wo ich Fehlentscheidungen getroffen habe, Unwahrheiten verbreitet habe oder auch einfach den bequemsten Weg bei meinen Entscheidungen gewählt habe.
Habe ich hier mehr an meinen persönlichen Vorteil gedacht, und mich hinter einer Schutzmaske versteckt oder habe ich gar eine andere Identität angenommen?

Der  Karneval  (welcher ja aus bekannten Gründen ausfiel) lebt vom Verkleiden und Tragen von Masken. Die Fastenzeit - 40 Tage bis Ostern - bietet uns jetzt die Gelegenheit,
unsere Maske abzulegen,
Farbe zu bekennen,
n mich zu gehen,
um auch in mir Ordnung „zu machen“. (Frühjahrsputz)

Hab Mut und lege bewusst DEINE MASKE ab.      

Regina Stocker