Rückblicke + Berichte aus unseren Kirchengemeinden

2020 - Erstkommunion

Erstkommunionen 2020 in der Seelsorgeeinheit
Mit Jesus in einem Boot

Nachdem die Erstkommunionfeiern in der Osterzeit wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, haben wir entschieden, das Fest in mehreren Eucharistiefeiern für jeweils fünf bis sieben Kinder und ihre Angehörigen nachzuholen.

Die Gottesdienste fanden am 3., 10., 17. und 24. Oktober jeweils um 10 Uhr in St. Maria statt.

Wir bitten Sie um Ihr Gebet für unsere Kommunionkinder und um Verständnis, dass wegen der Hygiene-Vorschriften zu den Gottesdiensten nur die Familien und ihre Angehörigen zugelassen werden konnten.

„Mit Jesus in einem Boot“. Unter diesem Motto haben sich die Kinder auf ihren großen Tag vorbereitet. Jesus ist ansprechbar für die Not seiner Jünger, stillt den Sturm, nimmt ihnen die Angst und lädt sie ein, ihm zu vertrauen. So dürfen auch wir handeln wie die Jünger und immer mehr glauben lernen, dass wir alles, was uns bewegt, Gott sagen dürfen. Er hört uns und wir glauben und hoffen, dass Er alles zum Guten wendet. Ein solcher Glaube hilft leben – nicht nur in Corona-Zeiten!

Heilige Erstkommunion der Sulzbacher Erstkommunionkinder

die Namen der Kinder werden hier aus Datenschutzgründen nicht genannt!

An dieser Stelle danken wir allen Eltern, die sich auf dem Vorbereitungsweg engagiert haben.
In Sulzbach waren das Karola Lutz und Miriam Staita, in Murrhardt Anja Puchinger, Eva Schmid, Tanja Reiff, Serena Paciarella und Ralf Nentwich.
Danke auch an Cornelia Ellinger und Angela Westhäußer-Kowalski, die das Konzept weiterentwickelt und die Materialien vorbereitet haben.

Für das große Engagement von Pastoralreferentin Martina Fuchs, zusammen mit Aphrodite Scafes und Jutta Greiner bei der Umsetzung der vorgegebenen Regeln, um die Erstkommunionfeiern durchführen zu können, sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott.

2020 - Aktionen während der Corona-Zeit

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick darüber geben, wie wir in den vergangenen Wochen und Monaten versucht haben, Impulse zu geben, Zeichen zu setzen und Hilfen anzubieten.

 

Hilfen für Bedürftige und für Menschen, die zu Hause bleiben mussten

Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie haben wir uns mit der Aktion „Gemeinsam Lust auf Leben“ vernetzt. Spenden für Bedürftige, die auf unseren Konten eingegangen sind, haben wir an dieses Projekt weitergegeben. Ebenso haben wir für die Menschen, die z.B. Hilfe beim Einkaufen gebraucht haben, einen Brücke zu diesem Projekt geschlagen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschule haben die Hilfen weitergegeben und die Einsätze koordiniert. Alle Senioren unserer Kirchengemeinde ab 85 Jahren haben wir in einem persönlichen Brief über diesen Hilfsdienst informiert.

 

Impulse für die Feier der Gottesdienste daheim

Für die Feier der Kar- und Ostertage, aber auch für Menschen, die während der strengen Ausgangsbeschränkungen nicht an einer Begräbnisfeier teilnehmen durften, haben wir Gebets- und Gottesdiensthefte sowie kleine Karten mit tröstenden Bibelversen vorbereitet und in den Kirchen zum Mitnehmen ausgelegt. Ebenso waren sonntags Impulse zum Evangelium und Gottesdienstvorschläge der Diözese für die Feier zu Hause vorbereitet. Sie konnten in den Kirchen mitgenommen werden und sie wurden auch per E-Mail verschickt.

Für die, die über das Fernsehen oder das Internet Gottesdienste mitfeiern wollten, gab es eine Zusammenstellung der Sende- und Streaming-Zeiten.

Auch für eine Maiandacht daheim wurde ein Vorschlag erarbeitet und als Heft zum Mitnehmen in der Kirche ausgelegt. Die Gottesdienste in diesem Monat endeten jeweils mit einer kleinen Marienandacht.

 

Geistliches für jeden Tag

Jeden Tag um 19.30 läuten seit Ende März die Glocken der Kirchen unserer Städte und Gemeinden. In ökumenischer Verbundenheit laden sie ein, innezuhalten, jeder für sich und doch gemeinsam zu beten und Gott um seinen Beistand in dieser Krise zu bitten. Seit Juli wird das Gebetsläuten in den evangelischen Kirchen in Sulzbach und Spiegelberg mit einer kurzen Andacht verbunden. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

In der Zeit, in der die Feier der Gottesdienste am Sonntag nicht möglich war, läuteten an diesem Tag die Glocken auch um 9.30 Uhr.

Gott sei Dank durften die Kirchen die ganze Zeit über geöffnet bleiben und viele Menschen sind gekommen um zu beten oder eine Kerze zu entzünden. Viele sind der Einladung gefolgt, ihre Anliegen und Bitten auf einen Zettel zu schreiben und in den Gebetsbrunnen zu legen. Pfarrer Jose hat sie in seine täglichen Eucharistiefeiern mit hineingenommen.

Die ganze Osterzeit über brannten die Osterkerzen in unserer Kirche, und auch jetzt brennt immer eine Kerze am Altar als Zeichen für Christus, der das Licht der Welt ist und sie mit seiner Liebe hell macht.

 

KGR-Wahl unter Corona-Bedingungen

Weil wir uns im Vorfeld der Wahl für eine allgemeine Briefwahl entschieden hatten, waren die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen in diesem Bereich nicht ganz so schlimm. Alle Wahlberechtigten konnten rechtzeitig informiert werden. Von der Diözese gab es neue Regelung im Blick auf die Stimmauszählung, die zur Sicherheit innerhalb einer längeren Frist stattfinden konnte. So wurden die Ergebnisse erst Anfang April veröffentlicht. Die konstituierenden Sitzungen fanden nach den Pfingstferien statt.

 

Willkommensheft

Das Willkommensheft für Neuzugezogene wurde in den vergangenen Monaten überarbeitet und aktualisiert und wie bisher auch an alle verschickt, die neu in die Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit ziehen. Unser herzlicher Dank gilt Katharina Nentwich und Sabine Kothmayr, die sich maßgeblich um die Neuauflage gekümmert haben.

 

Für Kinder und Jugendliche

Mit den Erstkommunionkindern habe ich versucht, über Briefe und per Mail in Kontakt zu bleiben. Buchstäblich am Vorabend des Versöhnungstages musste der Tag abgesagt und die weitere Vorbereitung und das wichtige Fest selber auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Es war ein schöner Zufall, dass Papst Franziskus die Stillung des Seesturms, das diesjährige Motto der Erstkommunion, in seiner Abendandacht Ende März aufgegriffen hat. Ein paar Gedanken dazu zusammen mit dem Mottolied  waren Inhalt eines ersten Briefes. Für die Kar- und Ostertage mit der gab´s kreative Ideen per Mail: Ostern findet nicht statt? Nicht mit uns! Und für die Tage, an denen die Kinder in unserer Seelsorgeeinheit ihre Erstkommunion gefeiert hätten, habe ich sie eingeladen, ihre Eltern, Paten und Großeltern zu fragen, wie sie damals ihren Festtag erlebt haben. In der Zeit der strengen Kontaktbeschränkung war das sicher auch eine Gelegenheit für ein Telefongespräch oder einen Videoanruf, wenn die Begegnung live schon nicht möglich war.

Geplant ist, dass die Erstkommunion im Herbst in kleinen Gruppen nachgeholt wird.

 

Die Ministranten waren zusammen mit den Kommunionkindern eingeladen, vor den Kar- und Ostertagen Hoffnungssteine zu bemalen. Wie sonst bei der Kreuzverehrung am Karfreitag lagen sie während der Kartage auf dem violetten Tuch vor dem Kreuz. Dieses Tuch wurde an Ostern gegen das weiße getauscht, das das Leichentuch Jesu im leeren Grab und damit seinen Sieg über den Tod symbolisiert. So wurden auch die Steine zu Hoffnungszeichen dafür, dass wir glauben, dass Gott all das von uns nimmt, was schwer und dunkel auf unserem Leben lastet und uns neue Lebens-Möglichkeiten eröffnet. So waren alle, die in diesen Tagen unsere Kirchen besucht haben, eingeladen, sich einen Hoffnungsstein auszusuchen und mit nach Hause zu nehmen. In St. Maria liegen die restlichen Steine an der Klagemauer, in St. Paulus draußen vor der Kirche. Auch jetzt dürfen sie gerne noch mitgenommen werden!

Weil ja das Draußen-Sein in der Natur Gott sei Dank nie verboten war, haben viele in diesem Jahr das Aufblühen der Natur nach dem Winter intensiver erlebt als sonst. Eine Ministrantin hatte die Idee, das bewusst wahrzunehmen, die Formen und Farben der Schöpfung zu entdecken und daraus Land-Art-Bilder zu gestalten. Einige haben mitgemacht, und ein Ergebnis sehen Sie auf dem Titelblatt dieses Gemeindebriefs.

Inzwischen ist der Ministrantendienst immerhin zu zweit in unseren Gottesdiensten wieder möglich, und wir freuen uns sehr, dass sich einige Minis dazu bereit erklärt haben – und wir hoffen auf weitere nach den Sommerferien!

Auch die Kinderkirche musste zweimal ausfallen. Schon für die Erwachsenen war es gewöhnungsbedürftig, ohne Gesang und mit großem Abstand Gottesdienst zu feiern. Aber gerade die Kirche für die Kleinen lebt vom gemeinsamen Singen, von Bewegung und Kontakt, vom Beisammensein beim Basteln und Spielen nach dem Gottesdienst – leider unmöglich in diesen Zeiten. Auf Pfingsten haben wir deshalb aufgegriffen, was den gemeinsamen Nachmittag sonst schön macht. In einem Brief wurde beschrieben, was wir an Pfingsten feiern, und alle Bastelmaterialien für ein Windrad als Symbol für das Wehen des Geistes Gottes waren dazugepackt. All das lag für die Kinder und ihre Familien in den Kirchen bereit und wurde dankbar angenommen: alle vorbereiteten Päckchen wurden abgeholt!

 

Für die Senioren

In der Regel finden im Schummstift, im Haus Hohenstein und im Haus Kübler regelmäßig Gottesdienste statt, und oft ergeben sich vorher und hinterher kurze Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Vor Ostern haben wir den Hoffnungsbrief „Keine Sorge – ich den an dich“, ein Bild der Ostersteine und einen Brief des Bischofs als kleinen Gruß per Post in die Häuser geschickt. Und weil Ende April noch nicht klar war, wie lange das Besuchsverbot in den Seniorenheimen gelten würde, habe ich mich entschieden, einen Gottesdienst für die Bewohner auf Video aufzunehmen, die DVD, ein Meditationsbild und die Liedtexte in die Häuser zu schicken, sodass die Betreuungskräfte zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern den Gottesdienst anschauen und mitfeiern konnten. Seit Juni sind auch in diesem Bereich die Regelungen gelockert, sodass es mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder möglich ist, zu Wortgottesfeiern in die Häuser zu gehen.

Auch die Geburtstagsbesuche durch das Pastoralteam waren nicht möglich. Die Karte und das kleine Geschenk haben wir mit der Post verschickt und versucht, den persönlichen Kontakt wenigstens durch einen Telefonanruf zu ersetzen.

 

Auf der Homepage

Dass unsere neue Homepage am 22. März 2020, dem Wochenende der Kirchengemeinderatswahl an den Start ging, war sicher eines der wenigen Dinge, das wie geplant funktioniert hat. Auch hier haben wir versucht, schnell auf die neue Situation zu reagieren. Die neuesten Entwicklungen, die das Gemeindeleben konkret betreffen, haben wir möglichst zeitnah veröffentlicht. Aktuelle Impulse haben zur geistlichen Auseinandersetzung eingeladen. Und mit einer Extra-Rubrik „Links in Corona-Zeiten“ haben wir verwiesen auf Hilfsangebote, auf Ideen für die Gestaltung des Alltags und für die Kar- und Ostertage, aber auch auf geistliche und kirchenmusikalische Angebote.

 

An dieser Stelle möchte ich allen Danke sagen, die uns in dieser Zeit unterstützt haben, sei es durch gute Ideen und Impulse, die wir auch auf der Homepage veröffentlichen durften, durch ihr technisches Know-How, durchs Mitmachen bei Aktionen und durch ihr Wohlwollen. Das hat gut getan!

Martina Fuchs

 

Kindergärten in der Corona-Zeit

Herzlichen Dank und ein großes Lob an alle unsere Erzieherinnen in unseren Kindergärten, die während des „Lockdown“ die Zwangspause des Kindergartenbetriebs fleißig genutzt haben. Es wurden Räume und Gärten frisch gepflegt und mit viel Ideenreichtum wurde der Kontakt mit den Kindergarten-Kindern aufrecht gehalten. Durch Briefe u.a. mit Bastelvorschlägen, Spielideen, Ausmalbilder und altersentsprechende Arbeitsblätter wurden die Wochen überbrückt. Vielen Dank für Ihr großes Engagement im Namen des Kirchengemeinderates und der gesamten Kirchengemeinde.