„Nutzt die Zeit, die ihr habt! Irgendwann ist es zu spät!“

Liebe Mitchristen, 

„Carpe diem – tempus fugit!Nutzt die Zeit, die ihr habt! Irgendwann ist es zu spät!“

Ich denke, ein Leben ohne Corona können wir für die nähere Zukunft nicht erwarten.  Corona ist zum Teil unseres Alltags geworden. Unser gesamtes Sozial-Leben ist gerade aus dem Normalen gerückt. Es ist gut zu sehen, dass sich in unserer Gesellschaft schnell Verhaltensweisen eingebürgert haben, die vorher ungewohnt waren. Wer hätte sich noch vor kurzem vorstellen können, dass wir alle in der Öffentlichkeit eine Maske dabei haben und diese auch tragen werden?

Wie können wir in dieser Zeit unseren Gemeinde-Mitgliedern ein bissen mehr Lebensfreude anbieten? Das war unser Schwerpunkt, als wir begonnen haben, im Pfarramtsteam mit den neuen liturgischen Vorgaben zu arbeiten. Gottesdienste können ja nun nicht einfach gefeiert werden wie vor dem Monat März. Es bedurfte einiges an Vorbereitung und Organisation, damit wir für den Tag der Lockerung der wochenlangen Einschränkungen gerüstet waren.

Wir haben sehr unterschiedliche Kirchenräume, die aktuelle Bewertung der Corona-Pandemie durch die Gesundheitsbehörden schwankt ebenso wie die Regelungen durch die jeweiligen Stadtverwaltungen. Deshalb können wir keine einheitliche Besucherzahl oder Regelungen für die gesamte Diözese festlegen. Darum erleben Sie auch unterschiedliche Maßnahmen  in verschiedenen Kirchen. Unser Schutzkonzept in der Seelsorgeeinheit wurde bei der Ortsbehörde vorgelegt und genehmigt. Demnach ist für jede Veranstaltung in der Kirche eine vorherige Anmeldung erforderlich. An all diese neuen Maßnahmen müssen wir uns jetzt langsam gewöhnen. Besonders wichtig sind die Abstandsregeln. Darum müssen wir leider dafür sorgen, dass die Zahl der Gottesdienstbesucher beschränkt wird: in St. Paulus auf 26, in St. Maria auf 60 Personen. Gott sei Dank haben wir eine große und eine sehr große Kirche.Bei aller Einhaltung der neuen liturgischen Vorschriften ist es mir wichtig, dass die Gottesdienste trotz allem würdig gefeiert werden. Mein Gedanke ist: Wäre nicht jetzt gerade die Zeit, alternative Gottesdienstformen zu erproben? 

Trotz der vielen Vorschriften, die wir befolgen müssen, sind  Sie gerne als Gemeindemitglieder zusammengekommen, um Gottesdienst zu feiern. Darüber haben wir uns sehr gefreut und sind dankbar für Ihr Verständnis. Es ist ein Zeichen, wie kostbar die Hl. Eucharistie für uns alle ist.
Unser gesamtes Schutz-Konzept ist das Ergebnis der fleißigen Arbeit unseres Pfarramt-Teams mit PR. Martina Fuchs.  Vorsichtige und behutsame Lockerungen der Vorschriften werden wir in unseren Eucharistiefeiern nach und nach umsetzen. Ja, es dauert halt ein bisschen.  Alles ist ungewohnt und neu und noch nicht erprobt. Ihre Anregungen und Gedanken  sind immer willkommen.

Wir haben große Sorgen um unsere Erstkommunion-Kinder. Aber mit den jetzigen liturgischen Vorschriften Erstkommunion zu feiern, ist unmöglich. Das ist schwierig, trotzdem bitte ich  unsere Erstkommunion-Kinder von Herzen um Geduld. Wir werden feiern! Letztes Wochenende haben wir für Euch alle im Gottesdienst gebetet.

Ich bin allen dankbar, die es uns ermöglichen, dass wir in unserer Seelsorgeeinheit wieder die Eucharistie feiern können. Letztes Wochenende waren die ersten Eucharistiefeiern nach dem „lock-down“ etwas Besonderes. Ja es war wirklich berührend.

Alle Informationen finden Sie aktuell auf der neuen Homepage.

Für den aktuellen Stand der Anmeldungen (freie Sitzplätze) und Infos betreffend die Gottesdienste in unseren Kirchen schauen Sie unter:
https://se-oberes-murrtal.drs.de/gottesdienste.html

Wenn es noch freie Sitzplätze gibt und Ihr Gesundheitszustand gut ist, können Sie sich auch vor der Kirche anmelden. Bitte achten Sie darauf, Ansammlungen vor den Eingängen zu vermeiden. Wenn Sie bereits angemeldet sind, kommen Sie doch bitte zügig in die Kirche herein, Sie müssen keine Formalitäten mehr erledigen.

Ich freue mich darauf, Sie bei einem der nächsten Gottesdienste wiederzusehen. „Nutzt die Zeit, die ihr habt! Irgendwann ist es zu spät!“

Danke für Ihre Unterstützung. Ich bitte um Ihr Gebet.

Gemeinsam sind wir stark...

Alles Gute zum Vatertag!

Bleiben Sie behütet,

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Pfarrer Jose